Sennefriedhof Bielefeld

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Friedhof

Name Sennefriedhof Bielefeld
Verwaltung Umweltbetrieb Bielefeld
URLhttp://www.bielefeld.de/de/un/fried/fri/f_040/
Land Deutschland
PLZ / Ort 33647 Bielefeld
Straße Brackweder Str. 80
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Hinweise

Mit knapp 100 Hektar Größe gehört der über die Stadtgrenzen Bielefelds hinaus bekannte Sennefriedhof zu den vier größten Ruhestätten Deutschlands. Er erstreckt sich von Nord nach Süd auf einer Länge von knapp 2.000 Metern. Lediglich in Hamburg-Ohlsdorf, Berlin-Stahnsdorf und München finden sich vergleichbare Friedhöfe. Seine einzigartige Lage als typischer Waldfriedhof in der Heidelandschaft der Senne verschafft dem Besucher der Anlage großzügigen Raum in einer angenehm ruhigen Atmosphäre. Der Friedhof wird gerne auch zur Erholung und als Ort zur inneren Einkehr aufgesucht. Zudem bietet der Sennefriedhof zahlreiche natur- und kulturhistorisch bedeutende Objekte. Der große Baumanteil sowie der Waldgürtel im Außenbereich mit artenreicher, mehrschichtiger Bestockung machen den Friedhof zu einem stadtökologisch wertvollen Biotop. Der Sennefriedhof ist ein wichtiges Rückzugsgebiet für Pflanzen und Tiere und gewinnt für den Natur- und Artenschutz zunehmend an Bedeutung. So findet der Besucher im südlichen Teil des Areals eine Düne, auf der sich eine typische Pioniergesellschaft offener Sandflächen eingestellt hat. Rund 20 Prozent der auf dem Friedhof kartierten 98 Moosarten stehen auf der Rote-Arten-Liste der in Nordrhein-Westfalen gefährdeten Moose. Der Sennefriedhof steht nicht nur den Bielefelder Bürgern als Begräbnisstätte zur Verfügung. Auf Antrag können auch auswärtige Personen hier beigesetzt werden. Für muslimische, yezidische und orthodoxe Glaubensgemeinschaften sind separate Grabfelder vorhanden. Auf dem Sennefriedhof sind eine Vielzahl von Bestattungsarten möglich. Neben Wahl- und Reihengräbern für Erd- und Urnenbestattungen sowie Feldern für anonyme Beisetzungen, sind spezielle Kindergrabfelder vorhanden. In 2003 wurde die Angebotspalette um Urnenstelen, Urnenpflegegräber und Urnenbaumgrabstätten erweitert. Auch ein Aschestreufeld sowie Pflegegrabstätten für Erdbestattungen werden vorgehalten. Mehrere Bauten und Einrichtungen auf dem Friedhof stehen unter Denkmalschutz, so die Eingangsgebäude, die alte Kapelle sowie vorgeschichtliche Grabstätten wie Hügel- und Brandschüttungsgräber. Nachfolgend eine Übersicht weiterer hervorzuhebenden Anlagen: # wertvolle Grabmäler und Skulpturen, geschaffen von bekannten Künstlern wie u.a. Hugo Lederer, Georg Kolbe, Käthe Kollwitz oder P.A. Böckstiegel, # Grabfelder für Tot- und Fehlgeburten, # Islamisches, yezidisches und orthodoxes Gräberfeld, # Gräber der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, Ostvertriebenenfeld, # Urnenhain mit Urnenstelen und Urnenpflegegräbern, # Urnenbaumgrabstätten.

Im Vorfeld der Eröffnung des Friedhofs wurde im Jahre 1911 ein Wettbewerb ausgeschrieben, um Entwürfe für Grabdenkmäler zu erhalten. Ziel war es, das Niveau der Grabmalskunst auf dem geplanten Friedhof zu steigern. Im weiteren Verlauf der Jahre wurde der anspruchsvolle Standard dadurch gewährleistet, dass Grabmale vor ihrer Aufstellung fachlich begutachtet und genehmigt werden mussten. Ergebnisse der Arbeiten von Künstlern wie Peter August Böckstiegel, Käthe Kollwitz, Hugo Lederer und Prof. Georg Kolbe können noch heute auf dem Gelände besichtigt werden. Im Laufe der Zeit wurde der Friedhof von anfänglich 32 Hektar auf insgesamt knapp 100 Hektar vergrößert. Besondere Anlagen wie Ehrenfelder für gefallene Soldaten, Bombenopfer, ausländische Kriegstote und Opfer der NS-Gewaltherrschaft wurden seitdem angelegt und teilweise neu gestaltet. Im Jahre 1987 wurde anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Sennefriedhofes ein Leitfriedhof eröffnet. Gedacht war dieser zur Anregung und als Beispiel einer guten Grab- und Grabmalgestaltung für den gesamten norddeutschen Raum. Leider musste die Anlage nach einigen Jahren geschlossen werden, da die Gestaltung der Mustergrabstätten häufig im Gegensatz zu den strengen Richtlinien für Grabstätten auf dem Sennefriedhof standen.

Der ehemalige Oberbürgermeister Stapenhorst eröffnete am 15. August 1912 den Bielefelder Sennefriedhof. Geplant wurde dieser von Stadtbaurat Friedrich Schulz am Südhang des Teutoburger Waldes als klassischer Waldfriedhof, der in der damaligen Zeit als Reformfriedhof galt. Freiraumentwurf und Gebäude sind dem Gedankengut des Jugendstils angelehnt. Ein knappes Jahr nach der Eröffnung wurde die alte Kapelle eingeweiht.

Mit der Stadtbahn Linie 1 aus Richtung Innenstadt erreichen Sie den Sennefriedhof direkt über die gleichnamige Haltestelle. Den südlichen Teil des Sennefriedhofes erreichen Sie über die Haltestelle Sennefriedhof Süd. Diese wird von der Buslinie 36 (Senne-Sieker) regelmäßig angefahren. Anschluss an diese Linie (Richtung Sieker) erhalten Sie an der Endstation Senne der Stadtbahn Linie 1. Mit der Linie 94 (Bielefeld-Brackwede-Senne-Friedrichsdorf-Avenwedde-Gütersloh) erreichen Sie den westlichen Teil der Anlage über die Haltestelle Sennefriedhof West. Anschluss an die Linie 94 (Richtung Gütersloh bzw. Bielefeld-Windflöte) erhalten Sie mit der Stadtbahn Linie 1 an der Haltestelle Brackwede Kirche. Ausreichende Parkmöglichkeiten bieten sich den Besuchern des Sennefriedhofes gegenüber der Endstation Senne der Stadtbahn Linie 1 sowie entlang der Friedhofsstraße (Zufahrt über Brackweder Straße/ B68). Am Eingang Windelsbleicher Straße (Westeingang) stehen weitere Parkplätze zur Verfügung.

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30.09.1902 bis 02.08.1914
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