Alter Annenfriedhof Dresden

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Friedhof

Name Alter Annenfriedhof Dresden
Verwaltung Verband der Annenfriedhöfe Dresden
URLhttps://www.annenfriedhof-dresden.de/alter-annenfriedhof/
Land Deutschland
PLZ / Ort 01187 Dresden
Straße Chemnitzer Str. 32
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Hinweise

Geschichte:

Die Geschichte der Dresdner Annenfriedhöfe reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Am 9. März 1578 schenkte Kurfürst August den Bürgern auf deren Bitte hin vor den Mauern seiner Residenzstadt ein Stück Land, um dort die Kirche, Schule und Predigerwohnung bauen sowie einen Friedhof anlegen zu können, denn bisher von der Gemeinde genutzte Bartholomäuskapelle am Freiberger Platz und deren kleiner Friedhof waren zu klein geworden. Am folgenden Tag, dem 10. März, fand auf dem neuen Friedhof bereits die erste Beerdigung statt. Der Kirchenneubau erhielt zu Ehren der Kurfürstin, „Mutter Anna“, deren Namen: Annenkirche. Ein Standbild der Fürstin steht vor der Feierhalle des heutigen Alten Annenfriedhofs. Als 1712 die Kirche erweitert wurde, ging dabei ein Teil der Friedhofsfläche verloren. Ein neuer Annenfriedhof musste angelegt werden, gelegen auf einem Areal zwischen Josephinen-, Polier- und Falkenstraße. Der erste wurde schließlich 1828 säkularisiert, auf dem zweiten fand 1867 die letzte Beisetzung statt. Am 2. Juni 1848 wurde der dritte Annenfriedhof an der Chemnitzer Straße eröffnet, der heutige alte, dem ein vierter, der neue an der Kesselsdorfer Straße, 1875 folgte. Schon 1863 musste der Alte Annenfriedhof erweitert werden. Im II. Weltkrieg wurde er stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Feierhalle fiel den Bomben zum Opfer. Seit 1996 zeigen sich die Halle und das Kanzleigebäude im neuem Glanz. Halle und Friedhof stehen auch Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften und für weltliche Bestattungen zur Verfügung.

 Bedeutende  Gräber:

Zahlreiche aus der Geschichte bekannte Persönlichkeiten fanden auf dem Friedhof ihre letzte Ruhestätte: der Bildhauer Robert Henze (+1906), der viele Grabplastiken auf dem Friedhof – darunter seine eigene und das Standbild der Mutter Anne – schuf, der begründer der Dresdner Fotoindustrie Friedrich Wilhelm Enzmann (+1866), der Maler und Grafiker Julius Schnorr von Carolsfeld (+1872), seinerzeit Direktor der Dresdner Gemäldegalerie, Richard Wagners erste Frau Minna geb. Planer (+1866), der Maler, Schriftsteller und Urenkel George Bährs, Johann Carl Ulrich (+1869), der Historienmaler Hermann Freihold Plüddemann (+1868), Oberhofprediger Franz Dibelius (+1924), Oberbürgermeister Alfred Stübel (1895), und zahlreiche       Professoren der technischen Universität, u.a. der Physiker Ambrosius Hülße (+1876), der Maschinenbauer Gustav Zeuner (+1907), die Architekten Carl Weißbach (+1905) und Martin Dülfer (+1942). An sie erinnert eine Gedenkstätte am Grab des Kunst- und Literaturwissenschaftlers Hermann Hettner (1882). Verschwunden sind die Gräber des Chronisten des Plauenschen Grundes Freidrich August Leßke (+1904), des Schauspielers Emil Devrient (+1872), des Goetheforschers Gustav Woldemar v. Biedermann (+1903). Den Dresdner Opfern der revolution von 1849 ist eine besondere Gedenkstätte gewidmet.

 

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Bilder
05.09.1809 bis 25.01.1866
15.03.1921 bis 29.01.2013
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