Dresdner Heidefriedhof

Friedhof mit Hinweisen zu Öffnungszeiten, Beisetzungen, Gräbern, Friedhofsführungen, Prominente Verstorbene

Friedhof

Name Dresdner Heidefriedhof
Verwaltung Städtisches Friedhofs- und Bestattungswesen Dresden
URLhttp://www.bestattungen-dresden.de/friedhoefe/heidefriedhof/
Land Deutschland
PLZ / Ort 01129 Dresden
Straße Moritzburger Landstraße 299
QR-Code zur aktuellen Seite
Anzahl Seitenaufrufe: 1318
Ihre Dienstleister für diesen Friedhof

Ulrike Haynert
Gompitzer Straße 29
01157
Dresden

Hinweise

Telefon 0351-8498958 (Feierhalle Telefon 0351-8496911)


Geschichte:
Die Idee für den Heidefriedhof geht bis auf das jahr 1913 zurück. Damals wollte Stadtbaurat Hans Erlwein einen Waldfriedhof anlegen. Doch bis zur Verwirklichung dieses Vorhabens mussten über 30 Jahre vergehen. Erst 1934 begannen die Arbeiten in der Jungen Heide am nördlichen Stadtrand der Landeshauptstadt. Ursprünglich sollte der Friedhof eine Fläche von 75 ha einnehmen. Etwa ein Viertel davon ging jedoch durch den Bau der Autobahn verloren. 1935 begann man mit dem Bau des Verwaltungsgebäudes und des Wirtschaftshofes. Am 3. Januar 1936 wurde die Urne der ersten Toten auf dem Friedhof beigesetzt: die der Dresdnerin Martha Weidauer. Die erste Erdbestattung erfolgte erst am 20. November 1937. Nach der Bombennacht im Februar 1945 wurde der bereits 1937 geplante Ehrenhain zur Ruhestätte von mehr als 20.000 Opfern. Die nazistische Stadtregierung hatte in einem geheimen Dokument diesen Friedhof für einen solchen „Ernstfall“ auserwählt. Der Zugang zu den Rondell dieses Hains wird auf beiden Seiten von Säulengruppen mit den Namen hunderter Dresdner Widerstandskämpfer gesäumt. Das Rondell selbst ist von 14 Sandsteinsäulen mit den Namen von Konzentrationslagern umgeben. Das einst am ende des Weges stehende Kreuz musste 1963 einer gewölbten Mauer weichen. Bereits 1951 hatten die arbeiten für einen zweiten Ehrenhain begonnen, in dem der Opfer des Faschismus gedacht wird. 1964 wurde der Hain mit einem Obelisken vollendet. Auf den Heidefriedhof ruhen Dresdner verschiedener Konfessionen: Protestanten, Katholiken und Atheisten ebenso wie Russen, Italiener, Griechen, Koreaner und angehörige weiterer Völker. Der Friedhof unterscheidet sich in seiner Anlage von vielen anderen. Er ist und bleibt ein Waldfriedhof. Aus diesem Grunde sind auch die verschiedenen Gräberfelder einheitlich gestaltet: mit Steintafeln oder Holzkreuzen.
Bedeutende Gräber:
Auf dem Heidefriedhof fanden u.a. ihre letzte Ruhestätte: Rudolf Bergander, Maler und Grafiker (+1970), Otto Buchwitz, sächsischer Landtagspräsident (+1964), der Arzt Dr. Rainer Fetscher (+ 1945), 1945 hatte er mit einer weißen Fahne versucht, Dresden kampflos an die Sowjetarmee zu übergeben. Dabei war er von einem SS-Mann erschossen und in Leubnitz-Neuostra beigesetzt worden. Seit 1970 befindet sich sein grab auf dem Heidefriedhof. Hier sind auch beigesetzt: Prof. Fidelo F. Finke, Musiker (+1968), das Malerehepaar Hans (+1958) und Lea Grundig (+1977), der Fotograf und Bildreporter Erich Höhne(+1999), der Maler Rudolf Nehmer (+1983), der Fotograf und Chronist der zerstörten Dresdens Richard Peter sen. (+1977), die Malerin Eva Schulze-Knabe(1976) Prof. Max Seydewitz, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen (+1987), Prof. Wolfgang Ullrich, Zoodirektor (+1973), der wortgewaltige Conférencier O.F. Weidling (+1985) sowie der Schriftsteller Max Zimmering (+1973), von dem die Worte auf der Gedenkstelestammen: “ Wieviele starben? Wer kennt die Zahl? An deinen Wunden sieht man die Qual der Namenlosen, die hier verbrannt im Höllenfeuer aus Menschenhand.“

Dienstleister in der Nähe

Ulrike Haynert
Gompitzer Straße 29
01157
Dresden

Jörg Helmecke
Warthaer Straße 10
01157
Dresden

Ralf Richter
Schützenhofstr. 97
01129
Dresden

Silke Hoffmann
Leipziger Str. 162
01127
Dresden

Thomas Rößler
Heidestraße 1-3
01127
Dresden

Andrea Hofmann
Großenhainer Straße 182
01129
Dresden

Ramona Hauptig
Maxim-Gorki-Str. 21-23
01127
Dresden

Bilder
22.01.1923 bis 13.02.2005
09.03.1892 bis 13.06.1947
21.11.1920 bis 15.10.1997
28.11.1925 bis 11.01.2004
13.06.1906 bis 14.07.2000
Erstellt durch cs-07@thanato.eu