Innerer Neustädter Friedhof Dresden

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Friedhof

Name Innerer Neustädter Friedhof Dresden
Verwaltung Neustädter Friedhofsverband Dresden
URLhttps://de.wikipedia.org/wiki/Innerer_Neustädter_Friedhof
Land Deutschland
PLZ / Ort 01097 Dresden
Straße Friedensstr. 2
Anzahl Seitenaufrufe: 145
Hinweise

Öffnungszeiten des Friedhofs:
April - Oktober: 8.00-20.00 Uhr
November - März: 8.00-18.00 Uhr
Mögliche Bestattungsarten:
Erd- und Urnenwahlgräber, Erdreihengräber (auch mit Pflege durch das Friedhofspersonal), Urnengräber, Urnengemeinschaftsgräber in kleinen Anlagen mit Namensnennung, Kindergräber, Wandgrabstellen, Grüfte
Verkehrsanbindung:
Straßenbahnlinie 13 bis Bischofsplatz oder Fritz-Reuter-Straße
Fläche:
42.000 Quadratmeter
Geschichte:
Der alte Neustädter Friedhof lag seinerzeit um die Dreikönigskirche. Hier befand sich auch der berühmte „Dresdner Totentanz“, nachdem August der Starke 1701 das Renaissancerelief vom Georgentor des Schlosses hatte abnehmen lassen. Wegen dieses Kurfürsten musste es seinen Platz bald wieder wechseln. August ließ Anfang des 18. Jahrhunderts die Neustadt planmäßig umgestalten, um diesem Projekt fiel beim Bau der Dreikönigskirche auch der alte Friedhof zum Opfer. Der Kurfürst überließ deswegen 1731 der Kirche Land für einen neuen Friedhof, der heute innerer Neustädter heißt. Vom alten an der Dreikönigskirche wurden zahlreich Grabplastiken auf den neuen Gottesacker umgesetzt, so dass er heute wohl die meisten Barockgrabmale in Sachsen besitzt. Ihre Schöpfer sind teilweise die namhaftesten Bildhauer des 17. und 18. Jahrhunderts. Die Friedhofskapelle entwarf der Architekt Christian Weinling, von dem auch die Reithalle am Zwingerteich und Teile der Innenausstattung des Pillnitzer Schlosses stammen. Bei Restaurierungsarbeiten fand man im Inneren dieser kapelle ein von Johannes Schilling (siehe St.-Pauli-Friedhof) geschaffenes Relief. Am der Stelle der heutigen Sprechhalle stand zwischen 1800 und 1880 die Leichenhalle. Dort befand sich ein Weckapparat für Scheintote. 24 Stunden musste die Leiche in der Halle bleiben. Erwachte der Tote wieder, konnte er mittels eines Mechanismus den Totenwächter benachrichtigen.
Bedeutende Gräber:
Auf dem Inneren Neustädter Friedhof ruhen namhafte Künstler, Wissenschaftler, Politiker und Geschäftsleute neben ärmeren Bürgern. Hier befindet sich die Gruft des sächsischen Hofbildhauers Gottfried Knöffler (+1779), die er selbst entwarf. Viele seiner Werke schmücken sächsische Schlösser und Parks. Unweit davon wurde Gustav Nieritz (+1876) begraben. Der Pädagoge hatte sich zu seiner Zeit u.a. durch 117 Jugendschriften als Volksschriftsteller einen Namen erworben. Seine Schriftstellerkollegin Elsa von der Recke (+1833) liegt neben ihrem Lebenskameraden, dem Dichter Christoph August Tiedge (+1841) begraben. Adam Friedrich Zürner (+1742) war Hofgeograph und vermaß mit seinem „geometrischen Wagen“ Sachsen. Nach seinen Angaben wurden die Postmeilensäulen aufgestellt. Heinrich Wilhelm Calberla (+1836) begründete neben dem italienischen Dörfchen die erste Dresdner Zuckerfabrik und ließ 1834 ein Dampfschiff für die Elbe bauen. Auch Gottfried Heinrich Christoph Jordan (+1860) und Friedrich Timaeus (+1874) standen am Anfang der Dresdner Industrietradition. Sie gründeten in der Elbestadt die erste Schokoladenfabrik Deutschlands. Jordans Sohn Ernst Albert (+1892) führte das Geschäft erfolgreich weiter. Bekannt für seine zahlreichen Plastiken ist Calberlas Schwiegersohn Robert Diez. (+1922). Er war Professor an der Kunstakademie und erregte auf der Pariser Weltausstellung 1878 mit seinem Gänsediebbrunnen Aufsehen. Heute ziert die Plastik die Weiße Gasse. Von ihm stammen u.a. auch die Brunnen am Albertplatz. Die Eltern Ludwig Renns, Bertha von Vieth (+1949) und ihr Gatte, der Lehrer der letzten sächsischen Prinzen, Johann von Vieth (+1938) sind ebenfalls hier bestattet. Der Dresdner Polizeidirektor Hans Ludwig von Oppel (+1876) legte die Oppelvorstadt an, Oberst Christian Ernst von Reitzenhain (+1746) kämpfte in der Schlacht bei Kesselsdorf gegen die Preußen und verstarb an seinen Verwundungen. Generaloberst Max Freiherr von hausen (+1922) war sächsischer Kriegsminister und verlor im I. Weltkrieg die Schlacht an der Marne.

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