Neuer Jüdischer Friedhof Dresden

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Friedhof

Name Neuer Jüdischer Friedhof Dresden
Verwaltung Jüdische Gemeinde zu Dresden
URLhttps://de.wikipedia.org/wiki/Neuer_J%C3%BCdischer_Friedhof_(Dresden)
Land Deutschland
PLZ / Ort 01307 Dresden
Straße Fiedlerstr. 3
Anzahl Seitenaufrufe: 152
Hinweise

Öffnungszeiten des Friedhofs:
Sommer: 8.00-17.00 Uhr,
Winter: 8.00-16.00 Uhr
Freitag: 8.00-14.00 Uhr,
Sonntag: 9.00-16.00 Uhr Nicht am Sabbat (Sonnabend) und an jüdischen Feiertagen
Mögliche Bestattungsarten:
Alle Grabarten
Verkehrsanbindung:
Straßenbahnlinien 6 und12 oder Buslinie 74 bis Blasewitzer-/ Fetscherstraße
Fläche:
11.900 Quadratmeter
Geschichte:
Weil sich der Wohnungsbau im 19. Jahrhundert immer mehr an den alten jüdischen Friedhof, der seinerzeit am Heiderand lag, heran drängte, beauftragte der Dresdner Rat die jüdische Gemeinde, einen neuen Begräbnisplatz anzulegen. Das geschah mit dem Neuen Jüdischen Friedhof. Am 2. Juni 1867 wurde er eröffnet. Er besteht aus einem alten sowie einem neuen Teil. An seinem Eingang ergebt sich die 1950 eingeweihte, leuchtend weiße Synagoge. Ursprünglich war das Gebäude eine Totenhalle. 1945 wurde sie so wie auch der älteste Teil des Friedhofs stark beschädigt. Der Umbau war mit Problemen behaftet, denn eine Synagoge darf nicht auf einem Friedhof stehen. Deswegen pflanzte man um das Gebäude eine trennende Hecke. Der Friedhof unterscheidet sich in seiner Anlage kaum von einem christlichen. Doch hier dürfen die Gräber nach jüdischem Glauben nicht verändert, geschweige denn entfernt werden. Viele tragen neben hebräischen auch deutsche Inschriften. Zahlreiche Grabtafeln erinnern an das Leid Dresdner Juden im Dritten Reich. Ihnen zum Gedenken steht im ältesten Teil des Friedhofs seit 1951 ein Gedenkstein. Dort sind auch die Urnen ungarischer und böhmischer Juden beigesetzt, die am Münchner Platz hingerichtet worden sind.
Bedeutende Gräber:
Auf dem Friedhof an der Fiedlerstraße fand u.a. der zweite Oberrabbiner der Dresdner Jüdischen Gemeinde, Dr. Wolf Landau (+1886) seine letzte Ruhe. Zu Lebzeiten spielte er eine große Rolle im öffentlichen Leben. Davon zeugt, dass er Ritter erster Klasse des königlich-sächsischen Albrechtordens war. Auch der Bankier Georg Arnold (+1926) und Mitglieder seiner Familie sind hier bestattet. Arnold stiftete u.a. das nach ihm benannte Bad. Der Grafiker Buno Gimpel (+1943) zeichnete viele Ansichten der Synagoge. Er war für einen Transport vorgesehen und beging deswegen Selbstmord. Interessant ist das Grab von Rudolf Aksen (+1933), besitzt es doch zwei Grabsteine. Sein Bruder, der DDR-Politiker Hermann Axen, ließ den alten Grabstein gegen einen neuen austauschen. 1994 wurde auch der alte wieder aufgestellt. Chane Goldhammer gehörte zur bekannten Künstlerfamilie Zimmering, aus der auch Max Zimmering und Lea Grundig stammen. Als Leiter des Goethe-Schiller-Archivs hat der Literaturhistoriker Prof. Julius Wahle (+1940) gewirkt. Helmut Aris (+1987) war über 30 Jahre Vorsitzender der jüdischen Gemeinde der DDR. Hier ruht ebenso Gustav Klemperer, Edler von Klemenau (+1926). Sein Sohn Viktor, der Literaturwissenschaftler und Professor an der TU, ist in Döltzschen beigesetzt. Auf dem Friedhof befindet sich ein Denkmal für die im I. Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder sowie eine Grabstelle für Thora-Rollen.
Achtung!
Männliche Besucher können den Friedhof nur mit Kopfbedeckung betreten!!

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