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Michendorfer Chaussee Potsdam

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Friedhof

Name Michendorfer Chaussee Potsdam
Verwaltung Stadtverwaltung Potsdam Bereich Friedhöfe
URLhttps://www.friedhof-in-potsdam.de/friedhoefe/michendorfer-chaussee/
Land Deutschland
PLZ / Ort 14473 Potsdam
Straße Michendorfer Chaussee
Anzahl Seitenaufrufe: 248
Hinweise

Verkehrsanbindung:

Bus: Linien 608, 643 Haltestelle: Potsdam- Michendorfer Chaussee, Friedhof

Geschichte:

Der Sowjetische Friedhof an der Michendorfer Chaussee wurde 1946 in einem Waldgebiet der Revierförsterei Sternschanze angelegt. Sofort wurde mit der Umbettung sowjetischer Kriegsgefallener und Nachkriegstoter aus Potsdam und Umgebung begonnen. Im ersten Jahr der Nutzung wurden über 300 Beerdigungen durchgeführt. In den nachfolgenden Jahren wurde der Friedhof mehrmals erweitert, bis er 1949 seine heutige Größe von 5,5 ha erreichte. Im Eingangsbereich der Friedhofsanlage wurden Anfang der fünfziger Jahre zwei massive Torhäuser errichtet, eines diente als Leichenhalle, das andere wurde als Büroraum genutzt. In der heutigen Zeit sind in den Torhäusern die Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung untergebracht. Im Oktober 1953 wurde damit begonnen, in der Mitte der Friedhofsfläche einen zentralen Feierplatz anzulegen. In einer Plattenfläche aus Sandstein ist ein Wasserbecken mit Fontaine versenkt. Den Abschluss der Anlage bildet eine massive Pergola, ebenfalls aus Sandstein. Als Höhepunkt der Gesamtgestaltung steht eine Bronzeplastik „Soldat mit Fahne“, die nach Entwürfen des Bildhauers Walter Bullert 1953 in der Gießerei Lauchhammer gearbeitet worden ist, vor der Pergola. Auf dem Friedhof sind insgesamt 39 Grabfelder angelegt. Neben den Kriegstoten aus dem 2. Weltkrieg (2.398) wurden bis Mitte der achtziger Jahre Offiziere, Soldaten, Zivilangestellte und Offiziersangehörige (2.829) der Garnison der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland auf dem Friedhof beigesetzt. Insgesamt befinden sich 5.227 Grabstätten auf der Friedhofsanlage. Die einzelnen Grabstätten sind mit offenen Betoneinfassungen, die mit Efeu bepflanzt sind, gestaltet. Als Gedenkzeichen wurden überwiegend liegende Grabkissen, ebenfalls aus Beton verwendet. Einige Offiziersgrabstätten aus dem 2. Weltkrieg sind mit aufwendigen Zauneinfassungen und Natursteinstelen angelegt. 1999 hat die Stadt Potsdam mit der Restaurierung der teilweise stark verwitterten Grabanlagen begonnen. Da der Friedhof den Denkmalpflegestatus trägt, werden die einzelnen Grabstätten originalgetreu restauriert. Die Stadt Potsdam arbeitet seit Jahren eng mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., Landesverband Brandenburg, zusammen. Arbeitseinsätze und internationale Jugendlager auf den Potsdamer Kriegsgräberstätten gehören zum festen Bestandteil unserer Arbeit. Auch auf dem Sowjetischen Friedhof in der Michendorfer Chaussee wurden in den letzten vier Jahren (2000,2001,2002,2003) erfolgreich Jugendlager durchgeführt. Jugendliche aus mehreren Ländern Europas haben der Friedhofsverwaltung Potsdam bei der immer schwieriger werdenden Aufgabe der Pflege und Unterhaltung der Kriegsgräber maßgebliche Unterstützung gegeben. Diese erfolgreiche Arbeit werden wir auch zukünftig weiterführen.

Quelle: siehe URL oben

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